Social Media Glossar

Cause Marketing

Cause Marketing, auch bekannt als „cause-related marketing” (CRM) bezeichnet eine zeitweilige und auf ein einzelnes, meist karitatives oder soziales Projekt beschränkte Kooperation zwischen einem Unternehmen und einer Nicht-Regierungsorganisation (NGO).

Beispiele für Cause Marketing auf der Ebene der Social Media sind Spendenaufrufe auf der Firmenwebseite oder auf Facebook bzw. längerfristige Kampagnen zum Thema AIDS-Aufklärung, die jeweils in Abstimmung mit entsprechend erfahrenen Organisationen durchgeführt werden. Das unternehmensseitige Ziel des Cause Marketing besteht in der Schärfung seines Social Image, das der NGO im Erhalt von Geldern, öffentlicher Aufmerksamkeit bzw. ähnlich gearteter Unterstützung.

Social Media Aggregation

Unter dem Begriff Social Media Aggregation versteht man die Nutzung von Interfaces, die Usern dabei helfen, den Überblick über ihre Social-Media-Aktivitäten – und das Feedback anderer User – zu bewahren. Vorteilhaft ist Social Media Aggregation vor allem für Personen, die sehr viele Profile in Social Networks angelegt haben, sich aber nicht täglich in alle einloggen können oder wollen. Über das Interface erhalten User nach dem Login beispielsweise Benachrichtigungen über neu erhaltene Messages oder Einladungen in ihren Social Networks – oder können diese selbst aussenden. Im Ergebnis bedeuten diese Interfaces vor allem eine erhebliche Zeitersparnis und unterstützen User dabei, trotz intensiver Nutzung von Social-Media-Plattformen die Kontrolle über alle Aktivitäten zu behalten und so komplexe Social-Media-Kampagnen managen zu können.

Interfaces für die Social Media Aggregation können im professionellen Social Media Monitoring für Unternehmen also eine wichtige Funktion erfüllen.

Net Neutrality

Der Begriff Net Neutrality bezeichnet die öffentliche Forderung an Provider wie auch an Betreiber von Social-Media-Plattformen, sich neutral zu verhalten und den freien Austausch von Content, Meinungen und Nachrichten im Internet nicht einzuschränken. Die Benachteiligung von Usern, die Konkurrenzangebote nutzen, widerspricht nach herrschender Auffassung ebenfalls der Net Neutrality.

Endgültige gesetzliche Regelungen, die der Net Neutrality zur Durchsetzung verhelfen, werden in den USA und den Staaten der Europäischen Union seit mehreren Jahren geplant.

Web 2.0

Der Begriff Web 2.0 bezeichnet ganz allgemein den interaktiven und auf kooperativem Austausch basierenden Teil des Internets. Der Ausdruck grenzt somit das herkömmliche, überwiegend aus statischen und nicht-interaktiven Seiten bestehende Internet gegen die neuen Social-Media-Konzepte ab. Gleichzeitig hebt das Web 2.0 den „demokratischen“ Charakter des heutigen Internets hervor, sind doch eigene Internet-Auftritte nunmehr auch für Personen ohne Kenntnisse in Programmierung und Webdesign möglich.

Typische Angebote des Web 2.0 sind Blogs, Social Networks, Communities, Videoportale, Wikis, Bewertungsportale und Social-Bookmarking-Dienste.

Die Nutzung des Web 2.0 ist grundsätzlich zu privaten und geschäftlichen Zwecken möglich.

Mittlerweile wird der Ausdruck Web 2.0 zunehmend durch den Begriff Social Media ersetzt.

Social Media Monitoring

Unter Social Media Monitoring versteht man die kontinuierliche und systematische Beobachtung und Analyse der Ergebnisse erbrachter Social-Media-Aktivitäten. Ziel des Social Media Monitoring ist es, eine stets aktuelle Datengrundlage zu schaffen, die als Ausgangspunkt der Optimierung der eigenen Social-Media-Strategie genutzt werden kann. Damit stellt das Social Media Monitoring einen der zentralen Erfolgsfaktoren im Social Media Marketing dar.

Zu den Daten, die im Rahmen des Social Media Monitoring ausgewertet werden, zählen ganz allgemein der Traffic auf den Social-Media-Plattformen, die Keywords und Suchgewohnheiten sowie das kunden- und fanseitig generierte Feedback – beispielsweise die Kommentare und Einträge in Foren und Blogs (User Generated Content). Die Überwachung von Facebook-Fanseiten, Twitter-Meldungen und „inoffiziellen“ Firmen- oder Produktwebseiten zählt ebenfalls zum Social Media Monitoring.

Hilfestellung beim Social Media Monitoring leistet ein Social Media Dashboard.

Internet Public Relations

Der Begriff Internet Public Relations beschreibt den gesamten Handlungsbereich, in dem ein Unternehmen seinen öffentlichen Auftritt im Netz steuert. Öffentlichkeitsarbeit und digitale Reputationspflege beschränken sich heute längst nicht mehr auf eine professionell gestaltete und suchmaschinenoptimierten Unternehmens-Homepage – oder auf die Aussendung von Unternehmensnews per E-Mail. Immer mehr Unternehmer schöpfen im Sinne der Internet Public Relations vor allem die Chancen aus, die der Sektor Social Media ihnen bietet. Elementare Social-Media-Instrumente sind Corporate Blogs, Social Networks, Foren, Communities und Social-Bookmarking-Dienste.

Die besten Ergebnisse werden mit Internet Public Relations erzielt, wenn alle in Frage kommenden Methoden der Internet Public Relations kombiniert werden – und parallel eine systematische Analyse der Resultate erfolgt (Monitoring).

Digg

Digg ist ein Social Media Newsportal und Social Bookmarks-Anbieter, der sich auf jegliche Art von Nachrichten, Videos und Podcasts spezialisiert hat. Es war das erste System dieser Art in den USA und bis heute konnte sich kein anderes Newsportal dieser Größenordnung neben Digg behaupten.

Hinweise auf Neuigkeiten (Pressemitteilungen, News, Blog-Einträge) werden von Digg-Nutzern mit Titel, Beschreibung und Kategorie eingestellt. Andere Benutzer können diese Einträge dann mit „Digg it!“ als positiv oder mit „Bury it!“ begraben, also als negativ bewerten.

Durch die Popularität des Dienstes werden oft besonders kleine Webseiten von Anfragen überfordert und dazu gezwungen, offline zu gehen. Dies wird als so genannter „Digg-Effekt“ bezeichnet. Mittlerweile wurde die Einstellung eines Mirrors zum Einsehen der Webseite verfügbar gemacht, um die Originalseite zu entlasten.

Dashboard

Ein Social Media Dashboard ist eine Internet-Anwendung, die die Beobachtung und Auswertung der Kommunikation in Blogs, Foren, Social Networks und Communities – also des User Generated Content (UGC) – ermöglicht. Mit den über das Dashboard einsehbaren Daten ist die Erfolgsmessung und damit die kontinuierliche Anpassungen der Social Media Strategie möglich.

Ein Dashboard ist damit ein Instrument des Social Media Monitoring.

Social Media

Der Begriff Social Media bezeichnet die Gesamtheit aller allgemein zugänglichen Internet-Angebote, deren primäre Funktion in der Generierung und Bereitstellung von User Generated Content (UGC) besteht. Zu den derzeit populärsten Plattformen der Social Media gehören Blogs, Social Networks, Bewertungsportale, Foren, Wikis oder auch Videoportale wie YouTube. Ein wesentliches Merkmal der Social Media ist die Interaktivität.

Viele Unternehmer nutzen Social Media aktiv als PR-Instrument, um zusätzlichen Traffic auf ihre Corporate Site zu lenken und um ihr Online-Image zu optimieren (Social Media Optimization).

Eng verwandt mit Social Media ist der Begriff Web 2.0.

App

Der Begriff App steht für Application, worunter man im Sektor der Social Media eine breite Vielfalt interaktiver Internet-Anwendungsmöglichkeiten versteht. Zu den meistgenutzten Social Media Apps gehören zum Beispiel Social Networks, Blogs oder auch RSS-Feeds.