Social Media Glossar
Paid Link
Als „Paid Link“ wird ein bezahlter Link auf eine Seite bezeichnet. Um die Wertigkeit einer Seite gegenüber einer Suchmaschine zu erhöhen, mit dem Ziel, in deren Ergebnisseiten höher zu listen, werden zum größten Teil Links verwendet. Je mehr Links auf eine Seite verweisen, umso wichtiger oder interessanter scheint diese für Suchmaschinen.
Eine Praxis von Seitenbetreibern, die entweder weiter oben listen wollen als die Konkurrenten oder keine natürlichen Links erhalten, ist, Links zu kaufen. Dann spricht man von einem „Paid Link“. Die Suchmaschine weiß dabei nicht unbedingt, dass ein Link bezahlt ist.
Trust
Trust (engl. „Vertrauen“) ist ein nicht weiter bezifferbarer Wert, der einer Webseite oder einem Dienst beigemessen wird. Der „Trust“ einer Seite bestimmt, wie hoch das Vertrauen einer Suchmaschine in die Glaubwürdigkeit einer Webseite ist. Eine Seite, die sich durch bisher gute Artikel (erkennbar z.B. an regelmäßiger Nutzung), Beständigkeit und häufige Verlinkung auszeichnete, steigert ihren „Trust“ bei Suchmaschinen. Seiten, die gegen die Google Webmasterrichtlinien verstoßen oder andere verbotene Praktiken anwenden, verlieren „Trust“. Es lässt sich zwar nicht konkret sagen, wie hoch oder tief der Trust einer Seite ist, zumal auch nicht klar ist, wie oder in welcher Einheit dieser gemessen wird, doch ein ungefährer Vergleich lässt sich schon allein anhand der Verlinkungen erkennen. Je mehr Links von vertrauenswürdigen Quellen (sogenannten „Authorities“) stammen, umso höher ist der Trust der verlinkten Seite. Es existieren zwar Tools zum Ermitteln eines sogenannten Trust-Ranks, doch sind diese Ergebnisse ebenso nichtssagend wie der Page-Rank.
Findability
Die „Findability“, auch „Auffindbarkeit“ oder „Indexierbarkeit“, beschreibt, wie leicht ein der Inhalt einer Webseite von Suchmaschinen gefunden und indexiert werden kann. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Zum Einen ist von Bedeutung, ob der Inhalt überhaupt verlinkt ist. Zum Anderen ist wichtig, auf welche Art und Weise der Inhalt eingebaut ist. Inhalte in Flash-Anwendungen sowie vielen Java- oder Java-Script-Anwendungen lassen sich nicht oder nur unter gewissen Umständen auslesen.
Webcrawler
Suchmaschinen verwenden Webcrawler, um einen Index zu erstellen und so die Suche schneller und effektiver zu gestalten. Diese spezielle Art von Computerprogrammen „surft“, ähnlich wie der menschliche User, über die Hyperlinks durch die Webseiten im Netz. Die Crawler speichern alle von ihnen besuchten Seiten und verarbeiten sie je nach Aufgabe anschließend für die Suchmaschine weiter. Diese Recherche führen sie weitgehend autonom aus und werden deshalb auch Bots (Ableitung von Robot) genannt. Problematisch daran ist, dass die Crawler nur einen eingegrenzten Bereich der Webseiten erreichen können, da sie den Weg zu ihnen nur über Links finden. Inhalte, die nicht verlinkt sind, werden von ihnen nicht gespeichert.
Suchmaschinen
Das World Wide Web bietet eine Fülle von Webseiten, Dokumenten, Anwendungen und anderen Informationen. Diese sind jedoch für den Nutzer nicht direkt nach thematischer, chronologischer oder alphabetischer Reihenfolge zugänglich. Die Navigation mit Hilfe einer Suchmaschine bietet hier eine Möglichkeit, sich in dieser Informationsflut zurechtzufinden. Websuchmaschinen erstellen mit Hilfe von speziellen Programmen (Webcrawler) einen Index und durchsuchen diesen dann nach Schlüsselwörtern. Nach der Eingabe eines Suchbegriffes oder einer Kombination werden die Treffer auf der Basis eines Algorithmus nach Relevanz geordnet und dem Nutzer in Form einer Liste (SERP) angezeigt. Diese beinhaltet meist den Titel und einen kurzen inhaltlichen Auszug aus dem jeweiligen Ergebnis. Synonym für die Suchmaschine werden auch die Begriffe „Index“ oder „Spider“ verwendet. Gängige Abkürzungen sind SE (aus dem englischen: Search Engine), SuM oder SuMa.
